6. Oktober 2007

BBC Exklusiv - Was wären wir ohne Mond?

Die Erde ohne Mond "rollte" dann wie Uranus auf ihrer Bahn um die Sonne entlang. Das Klima wäre ein völlig anderes: Tropische Zonen versänken ohne Mond in Eis und Schnee und die Polarregionen erhitzten sich auf bis zu 80 Grad Celsius. Gebiete wie Europa wären innerhalb weniger Monate Temperaturschwankungen zwischen 25 und 45 Grad ausgesetzt. Auch fehlten ohne die Anziehungskraft des Mondes Ebbe und Flut, wie wir sie kennen. Zwar verursacht auch die Sonne Gezeiten, aber diese wirken sich nur gering aus.
Die geringe Wasserbewegung in den Weltmeeren verhinderte die Aufnahme und den Austausch von mineralischen Nährstoffen, ein wichtiger Baustein für das Leben im Ozean. Der Artenreichtum in Küstengebieten wie dem Wattenmeer mit seiner von Ebbe und Flut abhängigen Wasserbewegung wäre ohne Mond nie entstanden.
Außerdem spendet der Mond auch nachts Licht. Ohne die nächtliche Reflexion des Sonnenlichtes gäbe es viel weniger Tier- und Pflanzenarten, da eine Vielzahl von Organismen sich an der nächtlichen Beleuchtung orientieren und ihre Aktivitäten an das Vorhandensein von Mondlicht geknüpft sind. Ein weiteres Ergebnis einer Simulation der Erdbewegung ohne den Erdtrabanten: Die fehlende Gravitation des Mondes könnte die Erdrotation nicht mehr abbremsen.
Die Erde drehte sich so schnell um die eigene Achse, dass ein Tag auf der Erde nur noch sechs Stunden lang wäre. Auch den uns bekannten Kalender gäbe es bei Nichtexistenz des Mondes nicht, weil er aus der Berechnung von Mondphasen entstanden ist.
Die Anziehungskraft des Mondes wirkt sich auch auf den Erdboden aus. Er wird angehoben, wenn sich der Abstand um Mond verringert. Jeden Tag - so hat man gemessen - wird etwa der Schwarzwald angehoben, ohne das man es merkt.



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